Ich habe aus deiner Hand geatmet,
habe all deine Farben gesehen und mehr
deine tausend Gesichter
habe so viel gefunden
und keine Worte es zu verraten




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Auf dem Rücken liegt es dort im grünen Gras, das kleine Mädchen. Den Kopf in die Arme gebettet und die Beine weit von sich gestreckt. Die blonden Locken in Wellen um sich ausgebreitet. liegt es einem Engel gleich inmitten all der Blüten. Ein rotes Feld aus Mohnblumen, Punkte weißer Margarithen und Schafgarben, im Hintergrund leuchten gelber Raps und violette Disteln. Die Luft durftet nach Leben. Die Luft ist Leben in ständiger Bewegung der vielen Insekten. Inmitten all dessen liegt das kleine Mädchen dort und starrt hinauf in den blauen Himmel. Starrt hinauf aus toten Augen.
25.11.17 21:32


So oft war ich ein großartiger Mensch in der Vergangenheit. Auf so viele Situationen blicke ich zurück voll Stolz auf den Menschen, der ich war. Meine Augen glänzen so oft und das Herz schlägt voll Wehmut im Gleichklang mit meinem früheren Selbst. Ich kann nachempfinden wer ich war. Ich liebe, wen ich damals im Spiegel sah.
Doch ich zerbreche, wenn ich den Blick heute wage.
Denn nichts habe ich aus der Vergangenheit gelernt. Kein einziger Fehler hat mich wirklich etwas gelehrt. Keine Schande hat wirklich eine Veränderung bewirkt. Unverändert bin ich seit Jahren schon. Und doch auch nicht mehr, wer ich damals war.
Unfähig, mich wirklich weiter zu entwickeln. Unfähig, wirklich zu lernen und über die Reue und das Versagen hinaus zu wachsen. Unfähig, den nächsten Schritt zu tun.
Stattdessen habe ich mich begraben. Es ist ein Totengesicht, dass mir nunmehr aus dem Spiegel entgegen starrt. Hab ich in der Hand auch Pinsel voller Farbe, werde ich dies nur schwerlich ändern können.
12.11.17 20:27


Den Bleistift in der Hand, eine Farbpalette nehmen mir. Vor mir ein weißes Blatt Papier. Ich starre darauf. Es wird größer mit jeder Minute. Tiefer. Lebendiger. Ein riesiges Nichts, das sich ausbreitet um mich herum und mich zu verschlingen droht. Ausstrecken muss ich meine Hand und eine Linie ziehen auf dem Blatt. Nur eine Linie. Eine einzige. Einen Anfang schaffen. Und dann Linie für Linie ein neues Bild zeichnen und mit Farbe und Leben füllen. Doch beginnen muss ich mit nichts weiter als einer einzigen Linie. Aber wo sie setzen auf diesem riesen großen Blatt Papier? Wo sie setzen in diesem weißen Nichts und dabei gewiss sein, das Bild nicht direkt zu ruinieren?
5.11.17 21:45


Es wird Zeit, die Leinwand zu tilgen. Das Terpentin zu nehmen in die Hand und über die Farbe zu gießen, auf dass es auslösche, was so lange war.
Es wird Zeit, ein weißes Blatt zu nehmen und einen Stift, und neu zu erschaffen, was noch nie gewesen ist.
30.10.17 21:44


Der Blick zurück über Jahr um Jahr zeigt mir doch stets das gleiche Bild. Jedes Jahr das gleiche Leid, der gleiche Kummer und doch nichts, das ich gelernt habe. Blind bin ich in meinem Wahnsinn. Furchtbar dumm in meiner Blindheit. Ein kleines Kind in meiner Dummheit. So wie ich das kleine Mädchen bin, so bin ich auch der Vogel. Selbst verschuldet sitze ich im Käfig hinter Gittern. Den Blick stets aus dem Fenster gewandt hinaus in den blauen Himmel. Die Freiheit ignorierend, die hinter der offenen Tür in meinem Rücken wartet. Zu sehr auf das Offensichtliche fokussiert, um die verborgenen Möglichkeiten zu sehen. Den Scheuklappen erlegen, die so lange schon meinen Weg bestimmen.
22.10.17 22:46


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