Ich habe aus deiner Hand geatmet,
habe all deine Farben gesehen und mehr
deine tausend Gesichter
habe so viel gefunden
und keine Worte es zu verraten

by Hans Kruppa




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Es sind die dunklen Stunden, in denen man sich fragt, ob man nicht erneut den Illusionen erlegen ist. Die Wahrheit des Herzens, kann sie Lüge sein? Die schwarze Plaque um meine Seele, die jeden Winkel umhüllt, sie leuchtet so farbenfroh; können wir auf sie vertrauen?
Wir glauben zu wissen, was ist. Wir glauben uns sicher zu sein. Wir glauben auf dieses Urvertrauen alles setzen zu können. Doch was, wenn es nicht real ist?
Wir streben mit jeder Faser unseres Seins der Wahrheit unseres Herzens entgegen. So verletztlich machen wir uns. So schutzlos.
Denn um voran zu kommen, müssen wir unsere Seele offen legen. Wir müssen es zeigen, das bunte Schwarz; müssen beweisen, dass es da ist, schon immer da war, und niemals fortgehen wird. Wir müssen uns hüllenlos darbieten. Und wir tun es ohne Furcht, denn wir wissen, wofür.
Für eine Illusion?
Noch widerstrebt der Gedanke unserem Innersten. Noch weisen wir ihn von uns so gut wir es vermögen. Wir verdrängen ihn an den äußersten Rand unseres Bewusstseins. Doch es lässt sich nicht leugnen, dass er hervortritt in den dunklen Stunden. Wenn die Einsamkeit uns umarmt, dann bringt sie in ihrem Schatten die alte Angst der Täuschung mit sich.
Begehen wir doch immer wieder ein und den selben Fehler. Erwarten wir doch ein ums andere Mal zu viel. Wollen wir doch immer wieder alles viel zu schnell und immer auf einmal.
Vielleicht sollten wir den Blick abwenden vom großen Endziel. Vielleicht sollten wir den Blick nicht auf die fernen Wasser richten, sondern auf die Hürden direkt vor uns. Vielleicht, wenn wir den Blick lösen vom großen Ganzen und richten auf die Einzelheiten? Vielleicht wird auch dies das Verhängnis sein.
Wir drehen uns und wenden uns, doch eines bleibt dann doch. Auch wenn der Schatten der Einsamkeit uns beizeiten umarmt, auch wenn er uns immer wieder Kälte ins Ohr flüstert, so zieht er doch von dannen, sobald die Sonne aufgeht und mit ihr unser Urvertrauen.
Vielleicht werden wir stolpern. Vielleicht werden wir scheitern wieder und wieder. Aber dennoch bleibt dieses Vertrauen. Dass es Wahrheit ist. Dass die Wasser auf uns warten. Dass wir alle Hürden meistern werden.
Manchmal zwar mit Tränen in den Augen, so glauben wir dennoch fest daran. Sobald die Sonne aufgeht.
28.9.11 21:49
 


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