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Sie sind wach. Jetzt sind sie endlich alle wach.
Nangini hat den Kopf erhoben und die Augen dem Licht der Sterne zugewandt. Mit seinen Pfoten massiert er den Boden, während er sich reckt und streckt und dehnt und biegt, um wieder geschmeidig zu werden für die Jagd. Die Jagd, für die er erwachte.
Und der dunkle Engel? Mein Gnadenengel? Er steht am Rande dieser Klippe mit geschwellter Brust und geöffneten Flügeln, jederzeit bereit zu springen und zu kämpfen, zu schreien und zu toben. Oder doch keine Klippe, sondern der Bug eines Schiffes? Ich kann nicht sehen, ob er die karge Felsenlandschaft überblickt, oder sich im Takt der Wellen hebt und senkt. Ich kann es nicht sehen, doch es fühlt sich an, als wären wir wieder auf See. Es fühlt sich an, als stünde er an Bord dieses einen Schiffes, das mit geblähten Segeln der Zukunft entgegenfährt voller Zuversicht und Gewissheit, den Sturm ignorierend, der aufzieht am Horizont.
Die Tyara steht glanzlos still und steif, nur ihre Augen verraten, was vorgeht in ihr.
Es ist wie damals. Alles genau wie damals. Und ich fürchte mich. Denn ich weiß, wie es damals mit uns geendet hat.
8.10.13 21:49
 


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