Die Stille ist unsere Freundin,

trägt alles, was zu zart ist für Sprache -

trägt es von mir zu dir, von dir zu mir.




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Lange glaubte ich sie verschollen. Glaubte sie verloren und mit ihnen mein Selbst. Es scheint ein Verlust, der mir vorher bestimmt, erlebe ich ihn doch ein ums andere Mal. Es scheint, ich müsse sterben, innerlich, immer wieder, und beweisen, dass ich der Reinkarnation wert bin. Gefangen hat mich der Sog der Zeit, dieses übermächtige Jetzt, das keinen Raum lässt, inne zu halten und sich zu besinnen. Es ist die Ebbe, die mich hinaus zieht auf den Ozean, fern von jedem Land, jedem Halt, jeder Orientierung.
Doch ich habe es brüllen gehört. Nangini, dieses Tier in mir, ein Urinstinkt. Wo auch immer es weilt, hinter welchem Nebel es verborgen ist, welche Höhle auch immer es beschützt, es ist am Leben. Es ist hungrig und hat Blut geleckt. Wie vor Jahren einst gibt es diese eine Begierde, die es umtreibt, und die zu stillen es alles setzen wird.
Nun muss ich mehr denn je dem Sog widerstehen, muss austreten aus diesem wahnwitzigen Spiel und dem Jetzt den Rücken kehren. Ich setze freiwillig eine Runde aus, ohne Regeln kann ich nicht spielen. Das alles erlebte ich schon einmal. Es gab einen Ausweg.
Es gab Hilfe in mir. Vielleicht sind auch sie noch da, irgendwo in mir. Vielleicht. Wenn ich nur ganz genau hinhöre. Vielleicht sind sie noch da. Erneut treibe ich hilflos im Ozean. Ich brauche ihre Hilfe, um zu überleben. Um zurück zu kehren.
Über allem das Heulen eines einsamen Wolfes. Mein Herz singt voller Sehnsucht und bebt doch vor Furcht.
30.4.17 23:23
 


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