"What a shame to love only once. I've heard some men can manage twice or even more."
"I am only a fool once. Never will I love again."

The Wise Man's Fear - Patrick Rothfuss




  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 



https://myblog.de/seelengarten

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Stell dir vor, du sitzt in deinem Wagen. Allein. Auf einem Highway in der Nacht. Es sind nur du, die Straße, die Sterne über dir und das Gaspedal unter deinem Fuß. Und du fährst. Hältst nicht an, blickst nicht zurück. Fährst immer weiter mit der Nacht. Links und rechts von dir wird es gleich aussehen viele, viele Meilen lang. So lang, dass du beinahe fürchtest, du bewegtest dich nicht. Doch der Mut treibt dich immer weiter. Bis irgendwann die Sonne aufgeht und um dich herum alles neu ist. So weit bist du gefahren durch die Dunkelheit. Hast der Angst nicht nachgegeben und immer weiter gemacht. Das aufgehende Licht zeigt dir jetzt ein Land, in dem alles für dich möglich ist. Und du weißt, dass du dort bist, wo du hinwolltest. Über die lange Nacht hast du beinahe vergessen, wo du hergekommen bist. Und warum du gegangen bist. Beinahe. Doch es liegt hinter der Dunkelheit. Welche Rolle spielt es noch? Und du weißt, dass es dir möglich ist. Wenn die Zeit kommen sollte, wirst du dich in deinen Wagen setzen und fahren. Es wirst nur du sein, die Straße, die Sterne über dir und das Gaspedal unter deinem Fuß. Du wirst dich wieder ins Licht bringen.
11.11.19 22:49


Wer der Hölle entkommen will, muss anfangen, sich selbst zu verzeihen. Muss anfangen, sich selbst wertzuschätzen und zu lieben. Andernfalls gibt es kein Entkommen
1.11.19 23:04


Mir scheint, als wolle etwas in mir mich ruhelos halten. Wurzellos. Ohne Anker in einem Hafen liegend ohne Wall. Die Wellen peitschen hoch, der Wind rauscht hinter den Klippen hervor. Doch ich, ich habe dem nichts entgegen zu setzen. Wann immer ich glaubte, ich sei nun endlich angekommen, hätte endlich Halt gefunden, ohne mich panisch an der Erde festklammern zu müssen den ganzen Tag, wann immer ich glaubte, in Sicherheit zu sein, hat etwas in mir die erste Gelegenheit ergriffen, die Leinen loszulassen.
Ich war glücklich hier. Für eine kurze Zeit. Ich war bereit für ein Leben hier mit all seiner Konsequenz. Für eine kurze Zeit. Ich war sicher hier. Für ach so kurze Zeit.
Jetzt ruft es in mir nach dem König, der sein Reich in fernen Landen hat. Es ist seine Politik nicht noch sein Schein, der mich anzieht. Nein, es ist doch nichts weiter als die Möglichkeit, die er mir Bauer bietet. Eine winzige Chance auf mehr als ich jetzt haben kann. Eine kleine Idee von einer Zukunft, die vielleicht besser ist als das Ist die Möglichkeit hat zu sein. Der König ist ein Vielleicht, das ich mit scharfen Augen in ihm suchen muss, so gering ist die Wahrscheinlichkeit.
Dennoch hält etwas in mir an ihm fest. Der dunkle Teil in mir, der nicht an Glück für mich glaubt. Und ein kleiner, heller Teil, der naiv darauf schwört, dass es mit dem König möglich ist. Doch für den König werde ich immer der Bauer bleiben, den der dunkle Teil aus mir macht. Die Königin, die der helle Teil in mir sieht, lässt der dunkle mich nicht sein.
Ich darf nicht zur Ruhe kommen. Muss rastlos bleiben bis ich es gefunden habe. Das Ist, das meiner Zukunft wert ist.
Ich bin dem Untergang geweiht...
27.10.19 23:07


Das Leben ist ein seltsames Phänomen. Ob ich es nun will oder nicht, es lässt sich nicht aufhalten. Ich kann die Zeit nicht stoppen. Alles fließt in ewiger Bewegung. Beziehungen und Emotionen, sie verändern sich so schnell, dass mir schwindelt. Es gibt keinen Moment, um inne zu halten. Ruhe und Einkehr muss ich mit Macht an mich reißen, die Augen vor der Welt verschließen, während sie wie ein großer Strom an mir vorbei zieht. Alles fließt. Das Gefühl von heute ist morgen vielleicht schon nichts mehr wert. Oder es ist alles. Ich weiß es erst morgen.

Krone hin oder her, er ist mein König. Für den Moment.
7.10.19 00:15


Da ist diese unspezifische Traurigkeit in mir. Der Drang zu weinen und wehzuklagen. So als hätte ich etwas Wichtiges verpasst in meinem Leben. Als hätte der Zug bei "Glück" angehalten, doch ich hätte geschlafen. Nun bin ich vorbei gefahren und weiß noch nicht einmal, dass ich längst am Ziel gewesen bin. Ich weiß nur, dass irgendetwas nicht stimmt. Irgendetwas ist gerade nicht richtig. Irgendetwas fühlt sich ganz und gar falsch an. Die Tränen stehen mir in den Augen und ich weiß doch nicht, warum. Wie gerne würde ich ihrem Druck nachgeben und sie loslassen. Aber ich fürchte, dann kann ich nicht mehr aufhören.
17.9.19 22:40


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung