Ich habe aus deiner Hand geatmet,
habe all deine Farben gesehen und mehr
deine tausend Gesichter
habe so viel gefunden
und keine Worte es zu verraten

by Hans Kruppa




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Einst war weiches, grünes Moos unter meinen Füßen. Die Luft war rein und klar. Jeder Schritt atmete grünes Leben.
Geradeaus ging ich. Immer nur geradeaus. Geradeaus, dem Rand der Welt entgegen.
Das Moos habe ich hinter mir gelassen. Viele Tage ist es schon her. Sonne und Mond tanzen zu diesem ewig gleichen Lied. Der Rhythmus pulsiert in meinem Herz. Es schlägt im ewig gleichen Takt.
Steinig und staubig ist es nun unter mir. Die Luft lässt mich husten bei jedem Schritt. Die Augen muss ich schließen, denn sie brennen und schmerzen. Meine Fußabdrücke lass ich blutbefleckt hinter mir. Doch ich sehe sie nicht.
Geradeaus gehe ich. Immer nur geradeaus.
Geradeaus? Oder doch im Kreis? Ewig gleich in dieser Wolke aus Staub, in der der Tanz von Sonne und Mond belanglos wird? Der Rhythmus pulsiert in meinem Herz. Es schlägt im ewig gleichen Takt. Noch immer.
Blind bin ich. Doch ich habe dieses Grün niemals vergessen. Ich werde es wiedersehen. Ich muss nur weiter gehen. Immer weiter gehen, solange mein Herz noch schlägt. Die Luft wird wieder rein und klar werden. Solange Sonne und Mond noch tanzen gibt es auch Hoffnung.
Sterben werd' ich nicht im Staub. Wenn ich sterbe, will ich weiches, grünes Moos unter meinen Füßen spüren.
4.3.18 00:01
 


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