Ich habe aus deiner Hand geatmet,
habe all deine Farben gesehen und mehr
deine tausend Gesichter
habe so viel gefunden
und keine Worte es zu verraten

by Hans Kruppa




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Draußen wird es langsam kalt und nass. Früh erlischt das Licht, der Mensch zieht sich zurück. In Häuser und warme Wohnungen. In die Arme von Geliebten. Zu der Wärme eines Haustierfelles. In die Tiefen seiner Selbst.
Noch warte ich auf den Frost, der mir doch immer Heilung war. Alle Sorgen friert er ein und alle Zweifel. Macht sie gläsern, immerdar, solange nur die Kälte währt. Der Frost gibt mir Zeit in einer Welt, die keine hat. Zeit, um zu erkennen. Zeit, um eine Lösung zu finden. Zeit, das Problem anzugehen. Dann, wenn ich dafür bereit bin, nicht, wann das Problem es gerne möchte.
Viele Menschen fürchten den Frost. Ziehen sich zurück vor ihm und flüchten sich in jede Wärme, die Trost und Rettung verspricht.
Doch sie haben nicht verstanden. Wärme ist erbarmungsloses Leben, ein rücksichtsloses Voran und nicht zurück. Wärme hat keinen Raum für Zweifel.
Der Frost dagegen hält die Zeit an. Es gibt keinen Grund, ihn zu fürchten.
Ich sehne den Tag herbei, an dem die kalte Wintersonne endlich wieder Rauhreif bestrahlt. Nie ist die Luft so klar als an einem klirrend kalten Morgen. Selten ist das Herz so frei als umgeben von Eis.
17.11.15 01:15
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Beate Helga Roth / Website (24.4.16 11:20)
Lieber Herausgeber oder Herausgeberin!
Schön gestaltet, sehr anrührend und romantisch.
Liebe Grüße von
Beate Helga Roth

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