Third is the door of madness.
There are times when a mind is dealt such a blow it hides itself in insanity.
While this may not seem beneficial, it is.
There are times when reality is nothing but pain, and to escape that pain the mind must leave reality behind.

Patrick Rothfuss - The name of the wind



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Weiß glitzert Frost in meinem Haar. Mein Kopf vergraben zwischen meinen Knien die letzte Wärme in mir festzuhalten. Perlen aus Eis fallen zu Boden. Es klingt wunderschön wie sie zerspringen. In tausend Teile zerspringen. Es klingt so furchtbar vertraut.
Der Sommer ist vorüber.
26.9.20 19:29


Ein Tiefdruckgebiet hängt über mir, finster, bedrohlich, angsteinflössend, schwer. Kalt ist es geworden. Erbarmungslos. Der Wind hat aufgefrischt. Mein Boot ist eine Eisscholle. Ein dünnes Hemd nur trage ich. Schnee fällt. Ich friere. Die Arme um die Knie geschlungen sitze ich im Frost. Und warte. Mein Zittern ist es, das mich wärmt.
26.9.20 00:01


Müde ist der Körper, doch der Geist hellwach. Bilder tanzen hinter geschlossenen Augenlidern. Bilder, die der Tag so gut verborgen halten kann. Im Mondlicht erwachen sie und flankieren das Gefühl. Mit den Stunden der Nacht wächst die Erinnerung empor bis sie trügerisch greifbar erscheint. Mit jeder dunklen Minute, jedem neuen, altvertrauten Bild in meinem Kopf, schlägt es lauter, das Herz hinter Gittern, und bereitet seinen Ausbruch vor. Mag der Körper sich auch zur Ruhe legen wollen, der Geist und das Herz, sie wissen besseres zu tun.
22.9.20 23:58


Die Welt ist nicht schwarz oder weiß. Nicht ja oder nein. Manchmal mag es klüger sein, mit einem erdrückenden Vielleicht zu leben, statt zuzusehen wie aus einem möglichen Immer ein sicheres Niemals wird.
19.9.20 22:58


My Alar is like a bar of Ramston steel.

Jede Zelle meines Seins schwingt in Disharmonie. Gegeneinander klingt jede einzelne. Gegen sich selbst. Es sind zwei feste Glauben, die in ihr verankert sind. Zwei unumstößliche Gewissheiten in jeder einzelnen Zelle. Zwei Dogmen, die miteinander nicht vereinbar sind.

Es ist eine tote Straße, die endet vor einer tristen, grauen Wand.
Es ist keine tote Straße. Sie ist endlos und führt der Sonne entgegen.

Der verbissene Realist in mir weiß, wie das Leben funktioniert. Jede Hoffnung endet tragisch. Aus einer Sackgasse gibt es kein Entkommen. Wenn die Welt gegen dich ist, dann verhungert jedes große Gefühl erbarmungslos in der Trostlosigkeit des Grau.
Doch der naive Träumer in mir ist vor kurzem erwacht. Voll von Hoffnung ist er und froher Überzeugung, dass die Wand nur der Tarnung dient. Gewiss soll der Weg kein leichter sein. Aber wer sich nicht abschrecken lässt von der Mauer, der wird dahinter die Straße weiterführen sehen. Und lachenden Herzen lässt er das Gefühl wachsen, auf dass es das Grau durchdringe und das Hindernis sprenge. Er wird die Sackgasse verlassen und dem Licht entgegen gehen.

Es ist eine tote Straße, die endet vor einer tristen, grauen Wand.
Es ist keine tote Straße. Sie ist endlos und führt der Sonne entgegen.

Alles würde ich geben, könnte ich dem Träumer vertrauen. Doch der Realist macht mir nur wenig Hoffnung.
19.9.20 21:02


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